Ein Koch verrät, welches Gesundheitsrisiko Backpapier im Ofen birgt

22. März 2026

In den heimischen Küchen wird oft mit Leidenschaft gebacken. Backpapier und Backformen sind dabei unverzichtbare Begleiter, um krosse Plätzchen, luftige Kuchen oder knackige Brötchen zu kreieren. Doch was viele nicht wissen: Einige dieser Produkte sind mit gesundheitlichen Risiken verbunden, die bei der Benutzung im heißen Ofen auftreten können. Insbesondere per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) stehen im Fokus der Experten. Diese chemischen Verbindungen können beim Erhitzen aus dem Backpapier entweichen und in die Lebensmittel übergehen. Die möglichen gesundheitlichen Folgen sind alarmierend – darunter ein erhöhtes Krebsrisiko und negative Auswirkungen auf die Fortpflanzung.

Das LAVES-Institut für Bedarfsgegenstände hat bereits umfassend untersucht, welche Materialien in Backpapier und -formen enthalten sind und ob es Sicherheitsrisiken gibt. Diese Untersuchungen zeigen, dass die Gefahren nicht zu unterschätzen sind und Verbraucher umfassend informiert werden müssen. Wer beim Backen auf Nummer sicher gehen will, sollte sich über alternative Methoden informieren, um das Risiko zu minimieren.

Wichtige Punkte:

  • Verwendung von PFAS in vielen Backpapieren.
  • Die Gefahr von gesundheitsschädlichen Chemikalien durch Hitzeeinwirkung.
  • Alternative Backmethoden, um Risiken zu vermeiden.
  • Regelmäßige Untersuchungen durch das LAVES-Institut.

Die Problematik von PFAS im Backpapier

PFAS sind chemische Verbindungen, die in der Herstellung von Backpapier verwendet werden, um Wasser und Fett abzuweisen. Diese Eigenschaften sind zwar praktisch beim Backen, doch die gesundheitlichen Risiken, die bei hohen Temperaturen entstehen, sind bedenklich. Studien belegen, dass die Freisetzung von PFAS besonders beim Erhitzen im Ofen auftreten kann. Eine Untersuchung im Jahr 2025 zeigte, dass in einigen Backpapieren geringe Mengen dieser Substanzen nachgewiesen wurden. Auch wenn die aktuellen Grenzwerte nicht überschritten wurden, ist die gesundheitliche Unbedenklichkeit in Frage gestellt.

Alternative Methoden für sicheres Backen

Um das Risiko bei der Verwendung von Backpapier zu minimieren, gibt es verschiedene Alternativen. Hier einige praktische Tipps:

  • Fett und Mehl verwenden: Ein gutes Einfetten des Backbleches und das Bestäuben mit Mehl vermeiden das Festkleben von Backwaren.
  • Backformen aus Silikon: Silikonformen sind eine sichere und wiederverwendbare Option, die keine schädlichen Chemikalien abgeben.
  • Backpapier ohne PFAS wählen: Einige Hersteller bieten spezielle Backfolien an, die frei von schädlichen Substanzen sind.

Regelmäßige Prüfungen für mehr Sicherheit

Das LAVES-Institut führt regelmäßig Tests durch, um die Sicherheit von Backpapier und -formen zu gewährleisten. Dabei werden nicht nur chemische Rückstände überprüft, sondern auch die Einhaltung der Kennzeichnungsanforderungen. Diese Kontrollen sind entscheidend, um sicherzustellen, dass keine gesundheitlichen Risiken für Verbraucher bestehen. Seit der Einführung von Grenzwerten für PFAS im Jahr 2024 ist es für Hersteller verpflichtend, die Sicherheit ihrer Produkte zu garantieren.

Auf die Kennzeichnung achten

Ein weiterer wichtiger Aspekt beim Kauf von Backpapier ist die Kennzeichnung. Verbraucher sollten darauf achten, dass die Höchsttemperatur von 220 Grad Celsius auf dem Produkt angegeben ist. Dieser Hinweis ist entscheidend, um das Risiko der Zersetzung des Papiers und damit die Freisetzung schädlicher Chemikalien zu vermeiden.

Das Wissen um die gesundheitlichen Risiken, die mit der Verwendung von Backpapier verbunden sind, ist für viele Verbraucher neu. Umso wichtiger ist es, sich über diese Problematik zu informieren und verantwortungsbewusst beim Backen zu handeln. Der Verzicht auf riskante Materialien und die Wahl sicherer Alternativen können dazu beitragen, die Gesundheit zu schützen und das Backvergnügen unbeschwert zu genießen.